Der Beschlagplatz wie er sein sollte...
und viel zu selten ist!

Hier wird der Traum eines jeden Hufbearbeiters beschrieben.


Je mehr Punkte erfĂŒllt werden, um so besser ist dann auch die geleistete Arbeit.

Leitfaden des EDHV e.V.

 Lieber Pferdehalter!

Sie wissen, eine kompetente Arbeit am Huf erhĂ€lt die edhv2Gesundheit Ihres Pferdes und verbessert dessen Bewegungsablauf. Auch bei verschiedenen Krankheiten und Bewegungsstörungen wird durch einen guten, evtl. orthopĂ€dischen Hufbeschlag die Beweglichkeit Ihres Pferdes erhalten. Wir, die Fachleute vom EDHV, erkennen an Haltung, Gangart und Abfußen des Pferdes, welcher Beschlag optimal fĂŒr Ihr Pferd ist und was durch einen Beschlag ausgeglichen werden muss. Wir sind bei unserer Arbeit abhĂ€ngig von unseren Arbeitsbedingungen und Ihrer UnterstĂŒtzung. Eine gute Vorbereitung des Pferdes und ein ordentlicher Beschlagsplatz sind, neben der ausreichenden Information ĂŒber das Pferd, wichtig fĂŒr eine optimale Versorgung am Huf Ihres Pferdes.

Absolut ungeeignet als Beschlagplatz ist eine enge Stallgasse mit schlechten LichtverhĂ€ltnissen und Durchgangsverkehr. Ein nasser verdreckter Waschplatz oder PlĂ€tze am Heu- und Strohlager bergen Gefahren fĂŒr Mensch und Pferd und sind generell als Beschlagplatz abzulehnen. Sollte Ihr Pferd auf der Koppel stehen, ist es empfehlenswert, zum Bearbeiten der Hufe Ihres Pferdes zum nĂ€chstgelegenen Reitstall zu kommen. PlĂ€tze ohne Schutz vor Regen, Sonne und Wind und das Beschlagen auf der Koppel sind eine Zumutung. Ein umsichtiger Hufschmied und Pferdehalter sollte solche Arbeitsbedingungen vermeiden. Sie könnten die QualitĂ€t des Hufbeschlags Ihres Pferdes mindern.

Unsere Empfehlung: Schaffen Sie optimale Bedingungen fĂŒr Ihren Hufschmied und damit fĂŒr Ihr Pferd.


Wie Sie Ihr Pferd auf den Hufschmied vorbereiten können

* Zur richtigen Beurteilung der Hufe und des Abfußens durch den Hufschmied sollten die Hufe und die Beine des Pferdes sauber und trocken sein.

* LĂ€ngeres Anbinden und Hufe geben mĂŒsste vorher ausreichend mit dem Pferd geĂŒbt werden, nur an einem ruhigen Pferd kann der Schmied gut arbeiten.

* Nervöse Pferde sollten vom Besitzer oder Pfleger wÀhrend des Beschlagens betreut werden.

* Das Pferd sollte auf festem, ebenen und sauberen Boden vorgefĂŒhrt werden können. Eine VorfĂŒhrbahn in erreichbarer NĂ€he sowie die entsprechende Vorbereitung des Pferdes wie

evtl. Auftrensen sollte möglich sein.

* Die Vorbereitungen bitte vor der Ankunft des Schmiedes erledigen, dann kann die Zeit des Hufschmieds optimal fĂŒr Ihr Pferd genutzt werden.

* Eine Vorbesprechung durch den Besitzer oder Pfleger des Pferdes zu dessen Gesundheitszustand und Nutzung sollte stattfinden, AuffÀlligkeiten (z.B. Stolpern, Streichen) am Pferd sowie eventuelle Krankheiten sollten dem Hufschmied mitgeteilt werden.

 

Wie Sie optimale Arbeitsbedingungen fĂŒr Ihren Hufschmied schaffen können!

* Der Arbeitsplatz sollte ausreichend groß sein, mindestens 20qm, z.B. 4x5m, um das Gefahrenpotential fĂŒr Pferd und Schmied zu minimieren.

* Er sollte trocken, sauber und windgeschĂŒtzt sein.

* Der Boden sollte eben und trittsicher sein, um damit die Gefahr des Ausrutschens fĂŒr Mensch und Pferd zu minimieren.

* Ausreichende Lichtquellen sollten vorhanden sein, damit der Hufschmied freie Rundumsicht fĂŒr seine Arbeit hat.

* Der Beschlagplatz benötigt einen Stromanschluss fĂŒr die elektrischen Werkzeuge und Maschinen des Hufschmieds.

* Der Raum sollte ruhig sein, ohne "Durchgangsverkehr", damit Ihr Hufschmied sich ungestört Ihrem Pferd widmen kann.

* Gefahrenquellen und GerĂ€tschaften, wie z. B. Mistgabeln oder Heu und Stroh, sind wegen Brandgefahr außerhalb des Beschlagplatzes zu lagern.

* Mehrere Anbinderinge in entsprechender Höhe sollten vorhanden sein, auch um evtl. zur Beruhigung des Pferdes ein Beistellpferd anbinden zu können.

* Der Beschlagplatz muss fĂŒr das Schmiedefahrzeug direkt anfahrbar sein.

Auszug aus den "Richtlinien fĂŒr Reiten und Fahren" (FN-Verlag 1999) S. 201

". daher wird in allen Pferde haltenden Betrieben eine ArbeitsstĂ€tte fĂŒr den Schmied benötigt. Die freie ArbeitsflĂ€che fĂŒr den Schmied soll mindestens 3x5m, der gesamte Arbeitsplatz 20-25qm groß sein. Sofern ein Platz im Freien genutzt wird, sollte die genĂŒgend große, windgeschĂŒtzte FlĂ€che ĂŒberdacht sein, damit witterungsunabhĂ€ngig ausgeschnitten oder beschlagen werden kann.

In grĂ¶ĂŸeren Betrieben empfiehlt sich der Anbau einer Schmiede."

Auszug aus "Vorschriften fĂŒr Sicherheit und Gesundheit" (VSG), Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft vom 1. Januar 2000

"Der Unternehmer (Pferdehalter) muss sicherstellen, dass bauliche Anlagen und Einrichtungen so gestaltet sind, dass eine tiergerechte und gefahrlose Pferdehaltung möglich ist.
Der Unternehmer (Pferdehalter) muss sicherstellen, dass sicherheitstechnische Hilfsmittel fĂŒr den Umgang mit Tieren vorhanden sind. Zum Beschlagen und zur Hufpflege sind die Pferde abzusatteln, auszuspannen und auszuschirren. Im Umkreis von drei Metern dĂŒrfen sich außer den zur Hufpflege oder zum Beschlagen benötigten GerĂ€ten keine anderen GegenstĂ€nde befinden. Der Fußboden muss sauber und trittsicher sein".

Hufschmiede Saarbrücken
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